Montag, 30. November 2015

Typisches Restaurant

Ich mag sehr, anders essen als zu Hause. Deswegen esse ich manchmal pizza, manchmal japanisch, manchmal indisch.
Aber ab und zu im Restaurant die echte toskanische Küche zu schmecken, das ist auch nicht schlecht.

Aus diesem Grund habe ich für Sie ANTICO NOE' probiert.
Das ist nur ein Witz!!!! Eigentlich habe ich dort zusammen mit meiner Gymnasiumklasse zu Abend gegessen. Wir hatten nie mehr seit Abitur getroffen und Abi habe ich 1982 gemacht.

Das Treffen war gut organisiert und 15 haben teilgenommen. Wir sassen also zu 15 zu Tisch.
Antico Noè ist ein typisch florentinisches Restaurant oder eine Osteria. Die Atmosphäre ist rustikal aber das Essen sehr gut.
Sie finden es in der kurzen Passage von San Pierino, am Ende von via dell'Oriolo oder von Borgo Albizi. Der Dom liegt 300 Meter entfernt.


Die Küche ist wie gesagt typisch . Schinken und Salami als Vorspeise begleitet von einer super guten schiacciata all'olio (Fladenbrot).  Dann Artischoken-Carpaccio, wirklich lecker und mozzarella mit einer Trüffelsosse..
In der Speisekarte standen sehr gute primi piatti, mit Trüffel, mit Steinpilzen und anderem Gemüse.
Wir haben drei verschiedene pasta Sorten probiert, mit Artischoken, mit Pilzen und mit Ragout.
Manche hatten tagliata, das ist eine Variante der bistecca (nicht so dick geschnitten); Sie wissen vielleicht schon, dass ich Vegetarierin bin.
Weitere Pilzen kamen als Beilage.
Rotwein war auch auf dem Tisch.
Als Nachtisch hatten wir entweder tiramisù (sehr sehr lecker, obwohl ich ihn nicht besonders mag) oder cantuccini mit vin santo.
Die Atmosphäre war entspannt und wir, als Gruppe, waren vielleicht auch ziemlich laut.
Wir sind bis 1 Uhr nachts geblieben und an den anderen Tischen sassen immer noch Kunden.
Es ist nicht preiswert. Aber es lohnt sich.

Sonntags geschlossen

Samstag, 21. November 2015

Aperitivo

Hallo,
ich habe gerade diesen Post über Aperitivo gelesen und moechte ihn mit Ihnen teilen.
Aperitivo ist eine grosse Freude am Ende eines (anstrengenden) Tages!


La capocuoca ist zum Teil Italienerin bzw. aus Florenz, zum Teil Oesterreicherin.

http://lacapocuoca.at/2015/11/21/alles-ueber-aperitivo/


Dienstag, 17. November 2015

30. November: ein Tag nicht zu vergessen

Hier in der Toskana haben wir einen Feiertag, den kein anderer Italiener hat. Der Feiertag ist am 30. November und heisst Festa della Toscana oder Toskanas Feiertag.
An diesem Tag gehen wir Erwachsene regelmässig zur Arbeit bzw. die Kinder zur Schule.
Aber trotzdem wird es mit vielen Veranstaltungen gefeiert.

Am 30 November 1786 regierte in Florenz und in der ganzen Toskana Peter Leopold von Habsburg. An diesem Tag wurde die Todesstrafe ausser Kraft gesetzt. Nicht nur in Europa, in der ganzen Welt passierte so was zum ersten Mal.

Peter Leopold regierte im Sinne der Vernunft; er führte viele wichtige Reformen ein.

Schon seit 15 Jahren ist der Feiertag am 30. November eingeführt worden und zu Recht.
In dieser Welt, wo die Barbarien und die Kriege immer mehr an Kraft gewinnen, wollen wir auf die positiven Werte der westlichen Kultur hinweisen; vor allem für die jüngeren Generationen ist das sinnvoll.



Touristisch gesehen gelten die Veranstaltungen zum Feiertag nicht sehr, v.a. wenn Sie kein Italienisch verstehen.
Es sind meistens Lesungen und Treffen; manchmal aber auch Konzerte  und Ausstellungen.

Montag, 2. November 2015

Certaldo

Heute führe ich Sie ausserhalb der Stadt. Gestern war ich in Certaldo, eine mittelalterliche Burg in der Valdelsa, die mich total fasziniert.
Certaldo liegt etwa 35 Km. von Florenz entfernt, man fährt Richtung Süden, der Valdelsa entlang. Es ist eine Gegend mit Charakter, da die Landschaft so stark geprägt ist..

Was heisst eigentlich TOSKANA für Sie?
Sanfte Hügel?
Zypressen?
Weinberge?
Da haben Sie alles.



Aber das Dorf von Certaldo, das eine befestigte Burg aus dem Mittelalter ist, ist genauso so schoen wie die Landschaft.
Alles ist aus Backstein aufgebaut. Die meisten Häuser sind Turmhäuser und viele sind immer noch bewohnt. Autos dürfen auf den engen Strassen nicht fahren, aber man hat nicht den Eindruck, in einem Museum zu sein sondern eher in einem lebendigen Ort.

Das wichtigste Gebäude ist Palazzo Pretorio, das Gemeindehaus: auf der Fassade sind die vielen Wappen von den verschiedenen Herrschern der Burg.


Die wichtigste Person aus Certaldo ist aber der Dichter Giovanni Boccaccio, der 1350 den Decameron schrieb. Er wurde hier in einem Turmhaus geboren, das man heute noch besichtigen kann, es gibt ein Museum im Inneren und ein kulturelles Zentrum.
Boccaccio ist in der Kirche des Dorfes begraben, der Kirche der Hl. Jacopo und Filippo.



Certaldo liegt oben auf einem Hügel, man erreicht es mit dem Auto nur bis zu einem Parkplatz am Rande der Stadtmauer. Man kann hierher auch mit dem Zug fahren, man erreicht aber das moderne Teil der Stadt, das in der Ebene liegt, man muss dann entweder zu Fuss oder mit einer Zahnradbahn das obere und alte Teil erreichen.

Alle Touristen streben nach San Gimignano: ich finde Certaldo viel schoener und authentischer.
Auf jeden Fall liegt San Gimignano nur 15 Km. entfernt.