Donnerstag, 22. Januar 2015

Sant'Apollonia in Florenz

Wenn Sie diesen Seiten folgen, dann wissen Sie, wie ich kaum berühmte Ecken meiner Stadt Florenz liebe.
Ein Eckchen, das nur zu entdecken ist, ist eigentlich dieses Abendmahl, der grosse Speisesaal eines ehemaligen Nonnenklosters namens Sant'Apollonia.

Die Wand des Saals wurde von dem toskanischen Maler Andrea del Castagno bemalt; das Fresko stellt das Abendessen Jesus mit seinen Jüngern dar.
Andrea wurde in einem kleinen Dorf am Appenin geboren, Castagno: wegen dieses berühmten Sohnes heisst seit jeher das Dorf Castagno d'Andrea.
Abendmahl gibt es viele in Florenz, alle sind sehr schön: die Atmosphäre ist immer mystisch und die Stille herrscht. Bei dem von Sant'Apollonia gefallen mir besonders die Farben - alle Erdfarben, alle sehr warm aber mit Blau gemischt, aber auch die Gesichter der Männer, sie sehen eher wie einfache Menschen aus, wie sie wahrscheinlich auch waren; keine Blonden, auch Jesus nicht.


Alle kennen das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci in Mailand, aber hier in Florenz haben wir viele andere von wichtigen Malern aus der Renaissance:
von Andrea del Sarto bei San Salvi
von Ghirlandaio neben der Kirche von Ognissanti
von Pietro Perugino im ehemaligen Kloster di Fuligno
obwohl die dargestellte Szene identisch ist, sind diese Fresken alle unterschiedlich

Haben Sie Lust, sie zu entdecken?

Und was halten Sie von dieser  weissen Tischdecke?

Wir sind hier in einem Museum vom Italienischen Staat, aber kaum besichtigt; der Eintritt ist frei und die Offnungszeit 8-14 jeden Tag, nur an manchen Montagen und an manchen Sonntagen zu
siehe Offnüngszeiten hier


Montag, 12. Januar 2015

Fiesole

In den Weihnachtsferien haben wir schöne sonnige Tage gehabt. Alles forderte zum Spazierengehen auf, in der Stadt war die Hölle los - ein schrecklicher Mix Winterschlussverkauf UND Weihnachtstouristen.
Mein erster Ausflug im Jahr war nach Fiesole. Es war so schön!

Fiesole liegt auf einem Hügel. Es ist eine etruskische Stadt und die Etrusker hielten nichts von Ebenen, sie haben immer auf Hügel aufgebaut. Tatsächlich ist die Stadt Fiesole älter als Florenz, die von den Römern am Arno Ufer gegründet wurde.

Von der Innenstadt erreicht man Fiesole mit dem Bus nr. 7 (Haltestelle auf piazza San Marco) in 20 Minuten, Preis € 1,20..
Das Zentrum der kleinen Stadt ist piazza Mino (die andere Haltestelle vom Bus).
Nicht weit weg sind das archäologische Museum und die Ausgrabungen der etruskischen dann römishcen Stadt. Ein herrliches Amphitheater ist dort, im Sommer kann man viele Shows in diesem open air Raum erleben.


Auf jeden Fall war Fiesole sehr sonnig und im Vergleich auf  das Gewimmel in Florenz erstaunlich leer und ruhig, keine Touristen, wenige Leute. Ich bin nicht wegen der Denkmäler gegangen, ich wollte  einen Spaziergang machen. Es gibt kleine ländliche Strassen, wo man gut spazierengehen kann. Man ist von Villen umgeben, herrliche Gärten viel Grün. 

Die Aussicht von Fiesole auf Florenz ist atemberaubend. Die ganze Stadt liegt vor uns: an diesem Tag war die Luft nicht durchsichtig, eher dunstig. Sonst kann man alles sehen. Ich mag es.


Wer in Fiesole wohnt, der ist glücklich, normalerweise auch reich. Man ahnt eine höhere Lebensqualität.
Als letztes Bild veröffentliche ich das, es ist ein Spielplatz für Kinder.