Donnerstag, 17. Dezember 2015

Es geht um ein Wildschwein

Es geht hier um ein Wildschwein. In Florenz nennt man es aber einfach Schwein, Porcellino.
Es ist eine der berühmtesten Statuen der Stadt und es ist ein Teil von einem Brunnen, der am Neuen Markt unter der Loge steht.
Dieser Markt ist heute sehr touristisch, er hat aber eine lange Geschichte, denn die Loge geht schon zum 16. Jh. zurück. Der Name „ neuer Markt“ galt als unterschiedliches Kennzeichen zu dem alten Markt, der auf dem heutigen piazza della Repubblica war.  Ein anderer Name ist Strohmarkt: im 19. Jh hat man hier die berühmten Hüte aus Stroh – sog. Florentinischem Stroh – verkauft, aber heutzutage findet man sie nicht mehr. Und übrigens werden die Strohhüte nicht mehr in Florenz hergestellt sondern in China!
Das Wildschewin ist von den Touristen sehr beliebt, man kann seine Schnauze streicheln als Glückszeichen. Die Schnauze ist eigentlich sehr poliert!

www.scultura-italiana.com

Münzen in den Brunnen zu werfen, das ist auch sehr beliebt.

Die Statue ist nicht originell, der Bildhauer Tacca machte sie im 16. Jahrhundert; das Originelle kann man auf jeden Fall in Florenz bewundern und zwar im Museo Bardini.

Montag, 30. November 2015

Typisches Restaurant

Ich mag sehr, anders essen als zu Hause. Deswegen esse ich manchmal pizza, manchmal japanisch, manchmal indisch.
Aber ab und zu im Restaurant die echte toskanische Küche zu schmecken, das ist auch nicht schlecht.

Aus diesem Grund habe ich für Sie ANTICO NOE' probiert.
Das ist nur ein Witz!!!! Eigentlich habe ich dort zusammen mit meiner Gymnasiumklasse zu Abend gegessen. Wir hatten nie mehr seit Abitur getroffen und Abi habe ich 1982 gemacht.

Das Treffen war gut organisiert und 15 haben teilgenommen. Wir sassen also zu 15 zu Tisch.
Antico Noè ist ein typisch florentinisches Restaurant oder eine Osteria. Die Atmosphäre ist rustikal aber das Essen sehr gut.
Sie finden es in der kurzen Passage von San Pierino, am Ende von via dell'Oriolo oder von Borgo Albizi. Der Dom liegt 300 Meter entfernt.


Die Küche ist wie gesagt typisch . Schinken und Salami als Vorspeise begleitet von einer super guten schiacciata all'olio (Fladenbrot).  Dann Artischoken-Carpaccio, wirklich lecker und mozzarella mit einer Trüffelsosse..
In der Speisekarte standen sehr gute primi piatti, mit Trüffel, mit Steinpilzen und anderem Gemüse.
Wir haben drei verschiedene pasta Sorten probiert, mit Artischoken, mit Pilzen und mit Ragout.
Manche hatten tagliata, das ist eine Variante der bistecca (nicht so dick geschnitten); Sie wissen vielleicht schon, dass ich Vegetarierin bin.
Weitere Pilzen kamen als Beilage.
Rotwein war auch auf dem Tisch.
Als Nachtisch hatten wir entweder tiramisù (sehr sehr lecker, obwohl ich ihn nicht besonders mag) oder cantuccini mit vin santo.
Die Atmosphäre war entspannt und wir, als Gruppe, waren vielleicht auch ziemlich laut.
Wir sind bis 1 Uhr nachts geblieben und an den anderen Tischen sassen immer noch Kunden.
Es ist nicht preiswert. Aber es lohnt sich.

Sonntags geschlossen

Samstag, 21. November 2015

Aperitivo

Hallo,
ich habe gerade diesen Post über Aperitivo gelesen und moechte ihn mit Ihnen teilen.
Aperitivo ist eine grosse Freude am Ende eines (anstrengenden) Tages!


La capocuoca ist zum Teil Italienerin bzw. aus Florenz, zum Teil Oesterreicherin.

http://lacapocuoca.at/2015/11/21/alles-ueber-aperitivo/


Dienstag, 17. November 2015

30. November: ein Tag nicht zu vergessen

Hier in der Toskana haben wir einen Feiertag, den kein anderer Italiener hat. Der Feiertag ist am 30. November und heisst Festa della Toscana oder Toskanas Feiertag.
An diesem Tag gehen wir Erwachsene regelmässig zur Arbeit bzw. die Kinder zur Schule.
Aber trotzdem wird es mit vielen Veranstaltungen gefeiert.

Am 30 November 1786 regierte in Florenz und in der ganzen Toskana Peter Leopold von Habsburg. An diesem Tag wurde die Todesstrafe ausser Kraft gesetzt. Nicht nur in Europa, in der ganzen Welt passierte so was zum ersten Mal.

Peter Leopold regierte im Sinne der Vernunft; er führte viele wichtige Reformen ein.

Schon seit 15 Jahren ist der Feiertag am 30. November eingeführt worden und zu Recht.
In dieser Welt, wo die Barbarien und die Kriege immer mehr an Kraft gewinnen, wollen wir auf die positiven Werte der westlichen Kultur hinweisen; vor allem für die jüngeren Generationen ist das sinnvoll.



Touristisch gesehen gelten die Veranstaltungen zum Feiertag nicht sehr, v.a. wenn Sie kein Italienisch verstehen.
Es sind meistens Lesungen und Treffen; manchmal aber auch Konzerte  und Ausstellungen.

Montag, 2. November 2015

Certaldo

Heute führe ich Sie ausserhalb der Stadt. Gestern war ich in Certaldo, eine mittelalterliche Burg in der Valdelsa, die mich total fasziniert.
Certaldo liegt etwa 35 Km. von Florenz entfernt, man fährt Richtung Süden, der Valdelsa entlang. Es ist eine Gegend mit Charakter, da die Landschaft so stark geprägt ist..

Was heisst eigentlich TOSKANA für Sie?
Sanfte Hügel?
Zypressen?
Weinberge?
Da haben Sie alles.



Aber das Dorf von Certaldo, das eine befestigte Burg aus dem Mittelalter ist, ist genauso so schoen wie die Landschaft.
Alles ist aus Backstein aufgebaut. Die meisten Häuser sind Turmhäuser und viele sind immer noch bewohnt. Autos dürfen auf den engen Strassen nicht fahren, aber man hat nicht den Eindruck, in einem Museum zu sein sondern eher in einem lebendigen Ort.

Das wichtigste Gebäude ist Palazzo Pretorio, das Gemeindehaus: auf der Fassade sind die vielen Wappen von den verschiedenen Herrschern der Burg.


Die wichtigste Person aus Certaldo ist aber der Dichter Giovanni Boccaccio, der 1350 den Decameron schrieb. Er wurde hier in einem Turmhaus geboren, das man heute noch besichtigen kann, es gibt ein Museum im Inneren und ein kulturelles Zentrum.
Boccaccio ist in der Kirche des Dorfes begraben, der Kirche der Hl. Jacopo und Filippo.



Certaldo liegt oben auf einem Hügel, man erreicht es mit dem Auto nur bis zu einem Parkplatz am Rande der Stadtmauer. Man kann hierher auch mit dem Zug fahren, man erreicht aber das moderne Teil der Stadt, das in der Ebene liegt, man muss dann entweder zu Fuss oder mit einer Zahnradbahn das obere und alte Teil erreichen.

Alle Touristen streben nach San Gimignano: ich finde Certaldo viel schoener und authentischer.
Auf jeden Fall liegt San Gimignano nur 15 Km. entfernt.


Montag, 26. Oktober 2015

Davanzati

Letzten Samstag war ein herrlicher Herbsttag mit viel Sonne, viel Licht und schützender Waerme.
Schon lange wollte ich ein bisschen ziellos in der Innenstadt bummeln und das ist genau das, was ich gemacht habe.
Meine Füsse haben mich bis zu diesem Palast geführt... wer kennt ihn?
Wenn das Museum Stibbert das erste Museum meines Lebens war, ist Palazzo Davanzati sicher das zweite gewesen.


Eine kurze Klassenfahrt - nur vormittags -bis zu Palazzo Davanzati haben schon alle Schulkinder von Florenz gemacht.
Es ist auch richtig, sogar sehr nützlich, um zu verstehen, aus welchem sozialen Bereich die Renaissance entstanden ist.
Mit diesem Palast, der ursprünglich ein Turmhaus war, sind wir noch nicht in dem 14. Jh. sondern ein bisschen früher. Die Besitzerfamilie waren die Davizi. Sie lebten im Wohlstand, sie besassen ein Herrenhaus mitten in der Stadt. Ein grosser Saal war da, um Gaeste zu empfangen der sog. Salone Madornale; sie hatten voellig bemalte Zimmer bzw. Schlafzimmer; und sie hatten Klo und kleine Badzimmer direkt an den wichtigen Zimmern.



In jedem Raum spürt man den Genuss und die Liebe für die Schoenheit; und das ist meiner Meinung nach, was die Renaissance hier erregt hat.
Die Räume waren damals ziemlich leer, doch alle Details waren sehr gepflegt. Nicht nur die Fresken an der Wand sondern auch die Gemälde - meistens religioese Themen - und die Moebelstücke.



Palazzo Davanzati ist ein Museum und natürlich nicht eins der berühmtesten; ich bin aber der Meinung, man sollte es in Florenz nicht verpassen.
Der Eintritt kostet nur 2 euro. Man besichtigt das Erdgeschoss und den 1. Stock.
Wenn ich mich richtig daran erinnere, ist ganz oben eine riesige Küche; im Moment darf  man aber nicht weiter besichtigen.

Das Klo im Jahr 1300!!!!!



Freitag, 2. Oktober 2015

Bellezza divina - Divine Beauty

Gestern habe ich die neuste Kunstausstellung von Palazzo Strozzi besichtigt, der Titel lautet Bellezza divina, so etwas wie Goettliche Schoenheit.

Die Ausstellung hat mir ganz gut gefallen, obwohl ich keine präzisen Erwartungen hatte, d.h. ich konnte mir nicht so richtig vorstellen, was ich beim Bewundern der Werke moderner Maler über mystische Themen gefühlt hätte.
Die italienische Kunst der Vergangenheit ist voll sakraler Themen, die Religion ist Jahrhunderte lang der Kern der künstlichen Schoepfungskraft gewesen.


Die Ausstellung folgt einer thematischen Unterteilung:
- das Leben Christi
- Maria
- die Kirche
- das Beten
Die Künstler bzw. ihre Werke sind alle aus der Zeitspanne 1850-1960, viele unter ihnen sind Italiener, andere Franzosen oder Deutsche und noch darrunter die superberühmten Chagall, Picasso, Van Gogh.
Von diesen letzten ist nur je ein Gemälde ausgestellt worden. Der wunderschoene weisser Christus von Chagall ist vielleicht das Werk, das mir den grossten Eindruck gemacht hat.
Aber auch meine geliebten Otto Dix, Edvard Munch  und Max Ernst sind dabei mit einigen Bildern.

Die Interpretation der Modernen von religioesen Themen ist nicht nur sehr interessant sondern auch sehr persoenlich. Vor allem aber bei den Szenen des Lebens Christi ist zu merken, dass es keine Auferstehung abgebildet worden ist.
Keine Moeglichkeit der Auferstehung im 20. Jahrhundert, bei den vielen Kriegen und Leiden der Menschheit.

Unter den italienischen Malern ist Felice Casorati mein Liebling: und dieses Bild, das das Gebet heisst, habe ich am liebsten.



Mit der Eintrittskarte für 10 euro erhalten Sie auch einen kleinen Führer, der eine Einleitung in die moderne sakrale Kunst der Toskana ist. Damit kann man ausserhalb der Ausstellung weitere interessante Kunstwerke des 20. Jahrhunderts finden und besichtigen.

Die Ausstellung ist im Palazzo Strozzi bis zum 24. Januar, jeden Tag geoeffnet von 10 bis 20 Uhr, am Donnerstag bis 23 Uhr. 

Montag, 28. September 2015

Museo Stibbert

Ich war Kind in den späten 60er Jahren. Kindermuseen gab es hier keine, auch keine Aktivitäten für Kinder in den Museen.
Doch das erste Museum, das ich in meinem Leben besichtigt habe, war das Stibbert Museum, das zufällig auch in unserem Viertel lag.
Das Museo Stibbert war zu der Zeit für Kinder geeignet, weil man dort ungewöhnliche Sachen bewundern konnte. Also keine langweiligen Gemälde sondern wunderbare Exponate und Spuren von weiten Welten.
Ich weiss noch die grosse Uberraschung, als ich den Saal mit dem Ritterzug eintrat. Es schien mir wie ein riesiger Raum, wo mittelalterliche Figuren wie Zeugen aus der Vergangenheit standen.

Museo Stibbert- der Ritterzug


Das Museum ist sehr, sehr besonders und ist wirklich ungewöhnlich. Die Villa war das Haus von Frederick Stibbert, dort hat er ein ganzes Leben lang Kunstgegenstände und Harnische aus der ganzen Welt gesammelt.

Wer war Friederick Stibbert? Er gehörte der grossen Gemeinschaft der Anglo-Florentiner, die gegen Ende des 19. Jh. in Florenz wohnten. Die Stadt war damals Mode. Frederick war eine perfekte Mischung aus italienischer und englischer Kultur, seine Mutter war Italienerin, sein Vater Engländer. Schon als junger Mann hat er begonnen, Harnische und Waffen der Vergangenheit zu kaufen und zu sammeln.
Die Exponate, die man hier bewundern kann, stammen aus dem 16. und 17. Jh.
Sogar der Harnisch von Giovanni dalle Bande Nere ist da: er war ein gefürchtete Krieger und Vater vom Grossherzog Cosimo der I. der Medici-Familie.

Museo Stibbert- Giovanni dalle Bande nere


Aber denken Sie jetzt nicht, das Museum sei nur für Kinder, ganz im Gegenteil; es ist so originell mit den vielen Sammlungen, nicht nur Waffen und Helme und Schwerte sondern auch Porzellan und Kunstglas und Gemälde: der Geschmack von Stibbert war vielseitig.


 Die Details der Einrichtung und der Dekoration sind extrem fein und preziös. Zum Beispiel dieser Kamin aus geschmückter Keramik


Die Villa (und das Museum) sind von einem grossen, wunderschönen romantischen Park umgeben.

Museo Stibbert, via Stibbert. Am Donnerstag geschlossen.

Donnerstag, 17. September 2015

Die zentrale Lage von Florenz

Florenz liegt zentral. Nicht nur mitten in Italien, sondern auch mitten in der Toskana und das ist natürlich sehr günstig.
Man braucht 60 km zu fahren und man erreicht Siena.
Mit 100 km ist man an der Küste - Viareggio zum Beispiel oder Livorno. 70 km trennen Pisa von Florenz; 80 km Lucca; Arezzo ist auch 80 km entfernt und wenn man im Winter ins Gebirge zum Skilaufen will, liegt Abetone 1,5 Stunden von hier.

Aber das, was mir am besten gefällt, ist die Moeglichkeit, direkt von der Innenstadt in wenigen Minuten das Land zu erreichen.
Das kann man schon zu Fuss machen. Ob im Norden, im Süden, im Osten liegt die schoene, toskanische Landschaft alles herum.
Wissen Sie, was ich meine? Ich meine Olivenbäume, Zypressen, alte Landhäuser.

Von meiner Gegend erreicht man z.B die Hügeln von Careggi, wie ich in einem älteren Post beschrieben habe. Auch Fiesole ist ein beliebtes Ziel, darüber habe ich schon geschrieben.



Wenn Sie mal Florenz besichtigen, sollten Sie sich Zeit nehmen und einen Spaziergang irgendwohin in der Umgebung machen.

Im südlichen Teil der Stadt ist zum Beispiel die Gegend um San Michele a Torri besonders heiter.



Zu empfehlen ist auch die Ortschaft Cercina, das liegt eher im Norden. Es ist ein Lieblingsziel für meine Spaziergänge.





Merken Sie etwas? Uberall, wo es so schoen ist, ist eine alte Pfarrkirche.


Es waren das Zentrum, sozusagen der Mittelpunkt des gemeinsamen Lebens auf dem Land damals, als die Landhäuser so isoliert waren.

Sonntag, 13. September 2015

September in Florenz

September ist ein schöner Monat hier bei uns in Florenz. Das Wetter ist normalerweise noch gut und man kann immer noch sommerliche Tage geniessen (ja, auch am Meer), gleichzeitig fängt aber das Jahr an.

Es ist so, viele finden, das Jahr würde tatsächlich im September anfangen und nicht am 1. Januar.
Es ist ziemlich wahr. Zuerst kommt man zurück aus dem Urlaub, man ist entspannt und fit.
Zurück zur Arbeit, der Alltag fängt an.
Die Schule fängt bei uns am 15. September an, also übermorgen.
Wenn man einen Kurs anfangen möchte, ist dann jetzt die Zeit: irgendwie muss man sich das ganze Jahr jetzt planen.
Was den Tourismus betrifft, ist September Hochsaison. Die Stadt wimmelt.
Neue Ausstellungen kommen in Florenz: bald wird die neue in Palazzo Strozzi aufgemacht, der Titel lautet
Bellezza divina (göttliche Schönheit).

Die Oper-Saison ist schon im Gang, Anfang Oktober fängt auch das Drama-Saison in den Theatern der Stadt.

Auf dem Land beginnen die herbstlichen Farben: die Weinlese ist schon weit. Ubrigens ist auch Zeit für schiacciata con l'uva den leckeren Kuchen, den ich hier beschreibe..


Und wie sieht es bei Ihnen aus? finden Sie auch, September sei ein wunderbarer Monat?
Ahah, ich habe natürlich vergessen... das  letzte Wunder vom September sind die FEIGEN. Ich mag Feigen, ich finde, sie sind die besten Früchte: süss, sinnlich und oft kostenlos, ja, man findet sie oft auf Spaziergängen auf dem Land



Montag, 31. August 2015

Neue Leitungsfiguren in den Museen der Stadt

Der Sommer 2015 hat viele Neuigkeiten in die Museen von Florenz mitgebracht.
Die Leitung der wichtigen und bekanntesten Museen - d.h. Uffizien und Accademia - ändert. Das Kulturministerium hat ein europäisches Wettbewerb organisiert und viele Wissenschaftler und Manager aus ganz Europa haben daran teilgenommen.

Das Ergebnis ist: der neue Direktor der Uffizien ist Eike Schmidt, geb. in Freiburg im Breisgau
Die neue Direktorin der Accademia ist Cecilie Hollberg geb. in Soltau, Niedersachsen
Die neue Direktorin des Nationalmuseums Bargello ist Paola D'Agostino, geb. in Neapel.

Alle haben die besten Curricula im Bereich der Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft.
Viele haben ihre Spezialisation in Florenz gemacht, denn eigentlich befindet sich  in Florenz das Kunsthistorische Institut, eine deutsche Institution zur Forschung und Forderung der Kunstgeschichte.

Jetzt was das alles in Italien an richtigen aber auch unnützlichen Streitereien verursacht hat, das ist nicht mein Thema.
Ich hoffe nur, dass diese Deutschen unsere top Museen gut leiten konnen und dass sie daraus das Beste machen konnen.
Kultur ist unser grösster Schatz.
Unsere Kulturgüter gehoren der ganzen Welt und Menschheit.



Mittwoch, 26. August 2015

Der (schöne) Alltag

Nach 14 Tagen Urlaub bin ich wieder in Florenz, in meiner Stadt und in meinem Alltag.
Die Hitze hat wesentlich nachgegeben und jetzt kann man wirklich nur die positiven Seiten des Sommers geniessen.
Heute morgen bin ich auf den Markt gegangen. Mein Markt ist Sant'Ambrogio, der in der Nähe meines Arbeitsplatzes ist.
Im Vergleich zu Mercato Centrale (von dem ich schon erzählt habe)  ist er kleiner aber ich mag ihn genau aus diesem Grund.


Was kann man alles einkaufen?  Blumen, Kleider, Schuhe, frisches Obst und Gemüse, auch aus biologischem Anbau.
Mein Gemüsehändler heisst Matteo, er ist jung und frech, er ist ein grosser Fussballfanatiker, von Fiorentina natürlich, der Mannschaft der Stadt.
Die Qualität ist hervorragend und die Preise sind gut. Ich bin der Meinung, als Tourist in einer Stadt sollte man sich schon den Markt ansehen.
Alle Märkte erzählen viel von der Seele einer Stadt.
Hier auf Sant'Ambrogio sind alle ziemlich frech aber sympatisch.
Dieser Markt is auf dem Platz Ghiberti, das Stadtviertel ist Nähe Santa Croce.
Der Markt ist täglich geöffnet, von 7.30 bis 13.30 Uhr.

Freitag, 7. August 2015

bis dann

Es ist 22 Uhr nachts, ich sitze auf meinem Balkon und schwitze. Kaum zieht es.
Die letzten Wochen in Florenz waren wirklich schwer zu ertragen. So heisse Tage und letzten Sonntag ein Gewitter, wie nur in den Tropen...
Ich bin eigentlich auf Urlaub und fahre morgen weg.
Gerne überlasse ich meine superheisse Stadt den Touristen.
Bis dann und schõne Ferien!

Donnerstag, 30. Juli 2015

Vegetarisch essen, vegetarisch geniessen

So lautete der Titel eines Buches, das ich kaufte, als ich aufgehört habe, Fleisch zu essen.
Wenn Sie auch Vegetarier/in sind, sollten Sie ein paar Tipps hier in Florenz haben.
Wo isst man in Florenz am besten - und nicht die "bistecca" natürlich!
Ich habe zwei Lieblingsrestaurants. Das eine ist Brac.Buchhandlung  und Bistrot gleichzeitig.
Ich habe schon davon geschrieben und zwar am Anfang dieses Blogs. Hier finden Sie noch die Seite.

Eine zweite Adresse ist la Raccolta. Das Restaurant finden Sie als nächstes Zimmer zum Naturkostladen mit demselben Namen. Es befindet sich in via Leopardi, nicht weit weg von Sant'Ambrogio Viertel und der Kirche von Santa Croce.

La Raccolta hat ein interessantes Menü, das jede Woche ändert und keine preiswertigen Preise, das muss man schon sagen. Doch schmeckt hier alles prima: das Vollkornbrot ist lecker, die ersten Gänge werden vor Ort gekocht, Getreide und Gemüse sind völlig bio und haben wunderbaren Geschmack. Ja, die Köchin ist sehr sehr gut und bereitet geschmacksvolle Gerichte zu. 
Am besten bestellen Sie ein Tris - drei Speisen aus der Tageskarte, und Sie essen sich satt und probieren schon viel von dem, was angeboten wird. Die Atmosphäre ist entspannend und Farbe ist überall, selbst die Teller sind bunt.

Für ein Tris und etwas zum Trinken bezahlen Sie ca. 10/12 Euros.

Inzwischen sind in der Innenstadt viele neue vegane oder vegetarische Lokale da, ich kenne sie alle nicht. Ich habe mehrmals bei Universo vegano an dem schönen piazza dei Ciompi gegessen und kann es empfehlen.

Zur florentinischen Tradition gehören viele leckere und vegetarische Gerichte: versuchen Sie die traditionellen Suppen, meistens mit Bohnen, Gemüse, altem Brot, Tomaten.
.

Hier finden Sie eine kleine Liste:
Bohnen, Gemüse, Kohl und Brot : ribollita, die winterliche dicke Suppe
Tomaten, altes Brot, Zwiebel: pappa al pomodoro, eine sommerliche Suppe.
Tomaten, Gurken, Zwiebel: panzanella, ein sommerliche Gericht, das man kalt isst

Guten Appetit!




Donnerstag, 16. Juli 2015

Kennen Sie schon Stefano Bollani?

Stefano Bollani ist ein wunderbarer Klavierspieler, Jazzspieler, Sänger und auch eine vielfältige Persönlichkeit. Er ist lustig und nicht seriös, ein Virtuoso ist er, der sich mit allen musikalischen Gattungen auseinandergesetzt hat.
Heute Abend spielt er in Fiesole im römischen Theater, wo die Estate Fiesolana läuft.


Vielleicht werden Sie heute Abend nicht dabei sein und Bollani können Sie auch nicht zuhören.

Doch versuchen Sie in irgendeiner sommerlichen Nacht - in diesem oden in den nächsten Jahren - ein Schauspiel oder ein Konzert der Estate Fiesolana mitzuerleben.

Das Theater liegt in der archäologischen Siedlung von Fiesole, bei dem Museum; am Tag gefällt es mir dort sehr, aber in der Dunkelheit ist die Atmosphäre unvergesslich genau dort, wo unsere Ahnen auch ins Theater hingingen. Von Olivenbäumen umramt und unter einer Decke von Sternen: die Lichter und der Verkehr von Florenz bleiben hinter unseren Schultern.



Donnerstag, 9. Juli 2015

Hitzewelle: Gebrauchsanweisungen

Instructions for a heatwave von britischer Autorin Maggie O'Farrell (auf Deutsch als Der Sommer, als der Regen ausblieb übersetzt) ist ein schöner Roman, den ich neulich gelesen habe.
Und eine Hitzewelle ist genau das, was wir jetzt in Florenz, bzw. in Italien haben.
Der Monat Juli ist schon immer sehr heiss und schwül hier in der Stadt aber an diesen Tagen ist die Hitze unerträglich.
Ich sehe die armen Touristen, wie sie in der Stadt angestrengt und schwitzend herumgehen und habe Mitleid.

Also hier ein paar Gebrauchsanweisungen, oder was man klar haben sollte, wenn man einen Urlaub in Florenz im Juli oder August plant.

Unterkunft: suchen Sie sich lieber eine Unterkunft auf den Hügeln. Florenz liegt in einem Loch, ehmmm einem Tal, und Hügel sind alle herum. Die Hitze bleibt unten im Tal stecken, die Luft zieht ein bisschen höher. Gut erreichbare Hügeln sind Fiesole, Settignano, Maiano, Bellosguardo, Marignolle.
Wenn Sie sich keine Hügeln leisten können (die oben genannten Ortschaften sind alle ziemlich schick) dann unbedingt eine Unterkunft im Grünen. Abends und in der Nacht wird es so kühler sein und die Hitze gibt nach.
Wenn es unbedingt mitten in der Stadt sein soll, dann Klimaanlage verlangen.
Auf jeden Fall ist es sinnvoll, Fensterläden tagsüber zuzumachen. Sonnenschein bringt Hitze, Dunkelheit wirkt frisch. Bis zu Sonnenuntergang alles in der Dunkelheit lassen, dann alle Fester aufmachen, eventuell während der ganzen Nacht.
Das bringt aber Mücken. Wir haben leider viele Mücken. Mittel mitbringen wie Autan oder Zitronenmelisse-Sprays, oder vom Gastgeber Mittel verlangen: zum Beispiel die spiralförmigen brennenden Stäbchen vor das Fenster legen.

Praktische Tipps: Als Tourist in der Stadt die Frühe bevorzugen. Die Luft ist frisch und es gibt weniger Leute; im allg. ist der Vormittag erträglicher. Hut und Trinkwasser mitbringen. Auch ein leichtes Halstuch: in Restaurants oder Geschäften ist manchmal die Temperatur wegen Klimaanlage eiskalt, wenigstens im Vergleich zu dem Ausseren.

Ab 13 Uhr lieber im Inneren sein: von Risto, Museen oder zu Hause. Es muss nicht unbedingt Siesta sein, aber die Luft wird schon heiss sein: ein riesiger Haartrockner.

Und endlich kommt der Abend. Die Sommerabende sind süss.  Die Restaurants haben Tische draussen.
Es gibt viele open air Veranstaltungen.
Geniessen Sie den Sommer!!!!



Freitag, 26. Juni 2015

Alte Krankenhäuser in Florenz und Pistoia

Die Krankenhäuser, die mitten in der historischen Stadtzentren stehen, sind in Italien nicht selten.
Diese alten Institutionen werden noch vor wenigen Jahren benutzt, obwohl sie mittelalterlicher Herkunft haben.
Es ist der Fall Siena - Santa Maria alla Scala, direkt dem Dom gegenüber; es ist der Fall Pistoia mit Ospedale del Ceppo; und es ist der Fall Florenz mit Santa Maria Nuova.
Santa Maria alla Scala wird jezt als Museum und Kulturzentrum benutzt; Ospedale del Ceppo wird gerade renoviert, um kulturelles Zentrum zu werden und Santa Maria Nuova, oh weh, gilt immer noch als Krankenhaus für das Zentrum der Stadt, obwohl es auch einen monumentalen Teil hat, der bald als Museum eröffnet wird.
Santa Maria Nuova hat eine elegante Fassade von Brunelleschi, das Gebäude ist aber viel älter. Gestiftet wurde es 1288 von Folco Portinari, einem wohlhabenden und wohltuenden Florentiner.
Hier sieht man das Grab von Monna Tessa, Krankenschwester und Hebamme von Beatrice Portinari, der Tochter von Folco und die Frau, die Dante in seiner Göttlichen Komödie gelobt und gepriesen hat.



Neulich war ich in Pistoia, einer kleinen und interessanten Stadt 20 km von Florenz entfernt, die nicht sehr bekannt ist. Der Domplatz von Pistoia ist meiner Meinung nach einer der schönsten Italiens.
Ich empfehle einen Besuch in Pistoia und bis zum 31. August insbesondere, denn man kann die Renovierung am Fries des Ospedale del Ceppo besichtigen. Das heisst, mit einem Führer steigt man auf das Baugerüst, wo die Techniker arbeiten, sodass man die Friesfiguren direkt in die Augen gucken kann.

Der Fries aus glasierter Terracotta ist ein Werk von Santi Buglioni, einem Schüler der Della Robbia.
Er wurde mit einer Verzierung der Fassade von Ospedale beauftragt, der Fries stammt aus dem Jahr 1528.
Er gilt als Werbung für die gute Arbeit und Pflege des Krankenhauses mit den Kranken und den Armen.


Die Figuren die aus der Fläche hervorragen, sind erstaunlich. So gross wie Menschen damals waren, so angekleidet, wie man damals Bekleidung trug. Szenen aus dem Leben eines Krankenhauses mit Sterbenden und Kranken, Pflegern und Arzten, mit Priestern und Nonnen und Heiligen ab und zu, die als Vorbild für die Pflege der Seelen galten.
Die Fremdenführer von Pistoia erzählen eine Menge Anekdoten und erklären viel von den Symbolen und Szenen, die dargestellt sind.

Führungen jeden Tag um 10.30 - 11.20 - 15.30 - 16.20
Preis € 6,50.
Info +39 0573 368023




Montag, 15. Juni 2015

Afrika in Florenz

Die nötige Voraussetzung ist, dass ich Afrika liebe. Ich mag die Leute und ihr Aussehen, ich mag die Musik und die Kleider, ich finde, jeder sollte einmal im Leben das Kontinent besichtigen.
Vor vier Jahren habe ich als Freiwillige Helferin zwei Wochen in Tschad verbracht und das war eine sehr intensive, sehr wichtige Erfahrung für mich.
Aus diesem Grund vermisse ich nicht die Gelegenheiten, Afrika hier in Florenz zu begegnen. Und das passiert einmal im Jahr dank einem musikalischen Festival, das sog. Festival au Désert.
Ursprünglich mit Musik und Liedern aus Mali hat sich das Festival weiter entwickelt und heisst jedes Jahr viele Musiker aus der Welt Willkommen.
Letztes Jahr war die Gästin eine extrem gute marokanische Sängerin, Oum.
Das ist ein Beispiel, wie sie singt.




Und das war Oum letzten Juni hier in Florenz, wo sie uns allen magische Atmosphären geschenkt hat. Afrikanische Musiker haben mit italienischen zusammen gespielt.



Das Festival au Désert findet an zwei Tagen im Juli statt. 2015 sind die vorausgesehenen Daten 2. und 3. Juli. Das Festival ist kostenlos und die Bühne wird auf den zwei wunderbaren Plätzen in dem Komplex Le Murate aufgebaut, von denen ich schon gesprochen habe (siehe hier)

Also erwarte ich das Festival mit grosser Begeisterung. Die Gäste sind noch einmal eine weibliche Stimme, Awa Ly, aus Senegal und ein amerikanischer Gitarrenspieler Greg Cohen zusammen mit Vincent Segal (cello) und viele andere.

Also stellen Sie sich vor: eine warme italienische Nacht, afrikanische Musik, faszinierende Umgebung und viele Leute, die sich freuen und noch die Hoffnung haben, die Menschheit kann im Frieden zusammen leben und Musik machen.

Montag, 25. Mai 2015

Florenz und die Panik am Montag

Die typische Situation am touristischen Schalter, die wir jeden Montag erleben:
"Aber heute, Montag, sind doch alle Museen zu!!!"
ruft der verzweifelte Tourist aus.

Also bitte. In dieser Stadt sind ca. 70 Museen; ich war nur noch ein Kind und schon damals waren die Uffizien montags zu.
Wenn man nur einen Tag in Florenz verbringt und an diesem Tag die Uffizien und die Accademia besichtigen will, dann bitte nicht Montag auswählen!!!


Was kann man sonst am Montag besichtigen?
In meinem Blog finden Sie schon ein paar gute Tipps, ich habe natürlich noch nicht alle wunderbaren Eckchen und Museen aufgelistet, die ich mag.
Aber ein kleines Verzeichnis kann ich sowieso geben und das nächste Mal geraten Sie als Tourist an einem Montagmorgen nicht in Panik... ja, der Tag ist nicht verschwendet.
.
Museo dell'Opera del Duomo zu dem Artikel 

Forte Belvedere zu dem Artikel  

Santa Maria Novella zu dem Artikel

Opificio delle Pietre Dure zu dem Artikel

Archäologisches Museum und Ausgrabungen in Fiesole zu dem Artikel

Villa Bardini  zu dem Artikel

San Miniato al Monte zu dem Artikel

Museo Marino Marini  zu dem Artikel

Chiostro dello Scalzo zu dem Artikel

VIEL SPASS IN FLORENZ!!

Dienstag, 19. Mai 2015

Aperitivo-Tipp in Fiesole

Seit ungefähr 10 Jahren ist Aperitivo zu einer schönen Gewohnheit geworden. Wir Italiener nehmen es gerne und nicht nur im Sommer.
Aperitivo kann auch ein leichtes Abendessen sein, die Spanier sagen ir por tapas, wir suchen uns ein Lokal aus, wo man was trinken und essen kann.
OK, manche Bars geben dir nur voll-mit-Eiskugeln Drinks und zum Essen nur JunkFood (chips, Nüsse, Stückchen Pizza), aber wenn man gut auswält, kann Aperitivo wirklich eine tolle Alternative zum Restaurant sein.

Vom Hotel Minerva und Aperitivo da oben auf der Terrasse habe ich schon geschrieben.

Zu meinem Geburtstag am Anfang Mai bin ich aber nach Fiesole zu Pensione Bencistà gefahren.


Es ist eine familiäre Pension auf dem Hügel von Fiesole gelegen.
Die Lage ist aussergewöhnlich schön und panoramisch und dieses Jahr haben wir einen Frühling mit einem extrem guten Wetter. Es war also einen wunderschönen hellen Abend und wir sind dahin gefahren, nachdem wir uns telefonisch gemeldet hatten.
Zu Aperitivo auf der Terrasse bezahlt man 15 Euro.
Es werden verschiedene Käse-und Wurstsorten  mit schön belegtem Gemüse serviert. Zum Trinken kann man Rot- oder Weisswein haben oder die anderen populären Drinks wie zum Beispiel Spritz.

Zu Käse und Wurst kommen noch coccoli, das sind fritierte salzige Klösschen aus Brotteig. Sie sind typisch von Florenz und hier werden sie wirklich sehr gut gemacht. Bei den coccoli waren auch  kleine fritierte Polenta-Vierecken, polenta fritta auf Italienisch, und die war auch extrem lecker. Freitags hat man Fisch (crostini und kleine Häppchen Fisch).

Haben Sie schon Hunger? Na gut, Sie können sich aber nicht vorstellen, wie prächtig die Aussicht ist. Florenz liegt vor uns am ArnoTal. Wir dagegen sind hier oben, die Schwalben fliegen überall. Unter uns das Grüne und Villen hier und dort. Fiesole über uns.



Wäre ich ein Tourist, würde ich so eine Pension wie Pensione Bencistà aussuchen.
Mitten auf dem Land aber in der Nähe von der wimmelnden Stadt.


Dienstag, 5. Mai 2015

Maggio Musicale Fiorentino

Heute Abend beschreiben die "Kollegen" die Oper Fidelio aus dem Tweet Seat.
Vor ungefähr einer Woche sass ich auch da als Mitgliederin vom NeverlandOF Projekt. Es war die Premiere von Fidelio von Ludwig van Beethoven und es war auch die Eröffnung der Festspiele Maggio Musicale Fiorentino.
Das Festival ist 78 Jahre alt und kommt jedes Jahr Ende April - Anfang Mai wieder.
In Florenz ist der Maggio eine berühmte Tradition. Seit ein paar Jahren sind die Festspiele schöner, weil die Stadt ein neues Opernhaus hat.


Neben dem neuen Gebäude sind aber Probleme für die Arbeiter und Mitarbeiter dieser Institution da; es geht immer um Geldmangel und das ist der Grund, wofür die Aufführung von Fidelio, die ich vor einer Woche gesehen habe, in reduzierter Form war. Das Personal oder ein Teil davon hat gestreikt.
Auf jeden Fall gehen die Festspiele weiter und das Programm vom Maggio können Sie in den WebSeiten lesen. www.operadifirenze.it

Die nächste Oper ist The turn of the screw von Benjamin Britten vom 22. Mai bis zum 7. Juni.
Kurz danach kommt Candide von Bernstein (23. Mai bis 3. Juni). In den Festspielen sind auch Konzerte und Filme inbegriffen.

Meine Erfahrung als Gästin der Premiere war sehr interessant. Wie auf allen Premieren war das Publikum unterschiedlich: normale Leute wie ich neben Politikern, Schriftstellern, Bürgemeister und Offizieren in Paradeuniform.

Fidelio ist auf Deutsch. So weit habe ich eine Oper auf Englisch und eine auf  Deutsch zugesehen. Ich bin keine Operkennerin, wie schon geschrieben. Ich muss unbedingt zu einer ITALIENISCHEN Operinszenierung gehen.
 
Als Social Media Gästin hat man viele Vorteile: zum Beispiel wird man in dem Gebiet der Umkleideräume eingeladen. Man trifft die Sänger, die Schneiderinnen, die Schminker und Friseur.
Es ist das kindlich-spielerische Teil des Jobs: es macht viel Spass! Im Spiegel hinter dem Bildschirm stehe ich !


Auf jeden Fall habe ich festgestellt, dass ich Oper mag, auch wenn ich davon wenig verstehe. Ich folge nur meinen Emotionen und Gefühlen.



Von meiner vorigen Erfahrung als Social Media Gästin können Sie hier lesen

Donnerstag, 30. April 2015

Mit Aussicht

Dass es in Florenz viele Hotels mit wunderbaren Dachterrassen gibt, das weiss ich schon lange.
Aber auf diese Terrassen zu gehen um einfach da zu sitzen und etwas zu trinken, indem man die Aussicht geniesst, das hatte ich so weit noch nie gemacht. Aber jetzt wo der Sommer beginnt, will ich das ändern.
Meine Lieblings Dachterrasse ist zur Zeit  diejenige vom Hotel Minerva.

Das Hotel Minerva liegt auf piazza Santa Maria Novella und ist ein vier-Sterne-Hotel, so ein Hotel, wo ich wahrscheinlich nie äbernachten wärde..
Die Sache mit den Hotels ist so blöd, als Stadtbürgerin kenne ich die Hotels nicht und gehe auch in die Hotels nicht.  Hier ist aber diese wunderbare Terrasse, mit Bar und Schwimmbad, wo man bei gutem Wetter wirklich schöne Abende verbringen kann.
Am liebsten nehme ich mir einen Aperitivo und trinke ihn langsam und in Ruhe mit Freunden da oben. Für einen Spritz mit Nuts und Chips bezahlt man 10 euros, das ist teuerer als andere Lokale in der Stadt, aber inbegriffen im Preis hat man die Aussicht.
Und von oben ist Florenz wirklich unwiderstehlich. Fast könnte man den Dom berühren, finden Sie nicht?



Donnerstag, 2. April 2015

In Florenz an einem Frühlingstag

Während der Frühling durchbricht und Ostern sich nähert, habe ich Besuch aus Deutschland.
Wir gehen in der Stadt spazieren, wir bummeln unter Denkmälern und fröhlichen Touristen, heute sind wir alle Touristen ich auch!
Ich führe sie zu ausgewählten Ecken meiner Stadt, und sie finden immer etwas Neues, obwohl sie nicht zum ersten Mal hier sind.

Meine Tipps von heute:
frühstücken Sie in der Cafeteria von Mercato Centrale (der Markthalle): günstige Preise, gute Qualität. Und Delikatessen alles rum



Machen Sie einen Besuch in der schönen Kirche von San Lorenzo, der Pfarrei der Familie Medici. Der Platz ist von den Ständen befreit worden und sieht prächtig aus.
Man besichtigt auch die wunderschöne alte Sakristei von Brunelleschi, dem Architekt der Kirche, und die wunderschöne Bibliothek.



Der Palast der Familie Medici liegt um die Ecke! Palazzo Medici Riccardi, das Haus von Lorenzo dei Medici, ist ein Museum.


Essen Sie was schnelles in der Cafeteria der Oblate Stadt-Bibliothek, wo die Florentiner zu Mittag essen und die Studenten arbeiten, denn die Aussicht ist PHANTASTISCH!!



Und vermissen Sie nicht Florenz von oben! Es kann von dem Piazzale Michelangelo sein, oder von dem schönen Giardino Bardini, oder von dem Turm von Palazzo Vecchio. Die Stadt sieht ganz anders aus!