Sonntag, 2. März 2014

Das Museo Marino Marini

Gestern habe ich das Museo Marino Marini besichtigt, es war natürlich nicht mein erstes Mal, ich mag dieses Museum sehr.
Zuerst weil es ein (einziger) Versuch zur Förderung der modernen Kunst in der Stadt ist; zweitens weil es ruhig und fast immer leer ist. Das ist schlecht für das Museum aber sehr gut für die Besucher, gestern waren wir zum Beispiel zu dritt. Noch ein Beweis, dass Florenz nicht überall überfüllt ist. Und drittens gehört schon seit einem Jahr die wunderbare Rucellai Kapelle zum Museum.

Das Museo Marino Marini bewahrt die Werke von dem Bildhauer Marino Marini, der in Pistoia geboren wurde. Die meist ausgestellten Werke hier sind Ritter und Pferde und Pomona und Tänzerinnen; die Technik ist Bronze oder Gips. Auf mich wirkt das Museum nicht monoton sondern entspannend, die Statuen haben einen starken Schwung, eine sehr elegante Gestik. Ausserdem ist das Museum in einer alten Kirche, die völlig renoviert worden ist : Metall und Holz und weisse Wände, ein wirklich elegantes Projekt.


Das Museum organisiert oft Ausstellungen zu verschiedenen Themen, aber meistens werden die Werke von zeitgenossischen Künstlern gezeigt.

Die Kirche gehörte zu einem Komplex, das ein Kloster war und die Rucellai-Kapelle einschloss. Jahrelang hat man die Kapelle nicht besichtigen können, seit einem Jahr ist sie offen.
Die Kapelle ist ein mittelgrosser Raum, in dem ein Meisterwerk von Leon Battista Alberti zu bewundern ist: der Rucellai-Tempel.
Der sog. Sacello ist ein Grab, der den Renaissance-Geschmack und die Dekoration der Zeit hochpriest, eine totale Reinheit von Form und Linien. Bernardo Rucellai, von der mächtigen Händler-Familie der Rucellai, beauftragte den Architekten Alberti und hier ist das Ergebnis. Mit derselben Eintrittskarte von Museum kann man diese reine Schönheit bewundern.


Das Museum ist am piazza San Pancrazio, in der Nähe von Santa Maria Novella. Ruhetag Dienstag und Sonntag; die Eintrittskarte kostet € 6
www.museomarinomarini.it